8 Gedanken zu „Die gesellschaftliche Trennachse

  1. Schwarzmaler20 schreibt:

    Intelligent klingender Unsinn. Wie leider vieles von Precht. Wer nur auf einem Bein steht fällt früher oder später um. Wer nur nach vorne schaut und nicht zurück macht immer dieselben Fehler.

    1. holgi schreibt:

      Wenn das wirklich Unsinn wäre, wärst Du in der Lage, das auch mit etwas anderem zu belegen, als damit, dass Du Precht nicht leiden kannst. Und vielleicht würde es helfen, wenn Du dir das Interview ansiehst.

      Wo, wenn nicht zwischen konstruktiv und destruktiv, verläuft denn eine diskursive Trennlinie?

  2. Schwarzmaler20 schreibt:

    Bewahren und Erschaffen sind kein Widerspruch. Das Neue immer wieder darauf abtasten, ob es wirklich besser ist als das, was wir früher hatten oder heute haben. Du willst es gern konkret: Können die Schüler heute besser lesen als vor zwanzig Jahren, sind die Studenten heute zufriedener als vor Barcelona, haben die Leute mehr Geld in der Tasche als vor der Agenda 2010, ist es heute leichter, in Berlin eine Wohnung für eine Familie zu mieten?

    1. holgi schreibt:

      Du unterstellst, dass Entwicklungen wie der Wohnungsmarkt unter gegebenen Bedingungen von Marktwirtschaft aufhaltbar wären. Das ist mir zu zu simpel. Ebenso die Annahme, Lesekompetenz sei maßgeblich für ein erfolgreiches Leben und der kausale Zusammenhang zwischen Agenda und Einkommen. Das mag für uns Ältere so aussehen, sicher ist das aber nicht (ich vermute sogar, es stimmt nicht).

      Wenn das zu Bewahrende eine gute Idee für die Zukunft ist, erübrigt sich außerdem diese Trennung zwischen Bewahren und Erschaffen (die ich ohnehin unsinnig finde, wenn wir über etwas derart dynamisches wie Gesellschaft reden) – auf der anderen Seite allerdings stehen die Destruktiven, die sich einbilden, das Rad der Zeit zurückdrehen und damit alles so „gut“ machen zu können, wie sie sich einbilden, dass es früher mal war. Und damit ist nun wirklich kein Staat zu machen – jedenfalls kein liberaler, denn dazu braucht man Ideologie.

      1. Schwarzmaler20 schreibt:

        Ich unterstelle, daß Politik die Rahmenbedingungen des Marktes setzen kann, durch Investitionsanreize, durch den Bau von Sozialwohnungen, durch die Ver- oder Entschärfung von Dämmmaßnahmen, durch Eigenheimzulage, durch den Kauf oder Verkauf von stadteigenen Wohnungsbaugesellschaften, durch eine Mietobergrenze, durch eine Vielzahl von Stellschrauben.
        Und grundsätzlich, wer sagt Dir, daß deine Sichtweise konstruktiv ist, die deiner „Gegner“ jedoch destruktiv. Wer sagt dir, daß es nicht genau anders herum ist? Wir haben alle unterschiedliche finanzielle Interessen, aber wir haben auch unterschiedliche Erfahrungen, Vorurteile, Kenntnisse und Denkweisen. Diese Interessen und diese Geisteshaltungen müssen immer wieder neu ausgehandelt werden. Am Ende, nachdem sich der Schleier des Vergessens über die Details und die Grabenkämpfe gelegt hat, entscheiden wir uns als Gesellschaft meist für eine historische Einordnung, es sei doch für irgendetwas gut gewesen.

  3. Eric Danielski schreibt:

    Die gesellschaftliche Trennachse im Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg:

    „Zu Behörden-IT kam hier noch eine Mail von einem Rechtsanwalt rein:
    Was Du da über München schreibst, sieht woanders nicht besser aus.
    Das Ordnungsamt Friedrichshain-Kreuzberg hat nicht mal optische Laufwerke. Ich wollte da neulich wegen Durchsuchungen (also genauer: gaststättenrechtliche Nachschau) in der Rigaer Str. auch die Filmaufnahmen haben, die eine Einsatzhundertschaft gemacht hat. Dialog am Telefon ging so:

    RA: Haben Sie auch den Film bei der Akte?

    OA: Was für einen Film?

    RA: Na da hat die Polizei alles gefilmt. Lesen Sie keine Zeitung?

    OA: Also wir haben hier keinen Film bekommen. [Überlegt] Also wir haben hier eine CD, da habe ich mich auch schon gefragt was da drauf ist!

    RA: Haben Sie nicht nachgeschaut?

    OA: Nein, wir haben dazu kein Laufwerk!

    o_O“

    https://blog.fefe.de/?ts=a65a925e

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