Early Retirement

Die Tage bin ich über die „early retirement„-Szene gestolpert, also jene Menschen, die darauf hinarbeiten, so schnell wie möglich finanziell unabhängig zu sein.

Die Idee ist simpel: Ausgaben so weit reduzieren, dass man 50% und mehr seines Nettoeinkommens derart anlegen kann, dass es irgendwann so viel Kapital ist, dass dessen Rendite den vergleichsweise niedrigen Lebensstandard bis zum St. Nimmerleinstag finanzieren kann. Je nach Lebensentwurf und Einkommen ist man damit nach spätestens 20 Jahren durch. Ein normaler Bachelor könnte also noch vor seinem 40. Lebensjahr damit anfangen, ausschließlich zu tun, was er will. Das beinhaltet übrigens, Geld zu verdienen – bloß halt nicht mehr, weil man muss.

Spaßeshalber habe ich dann ein wenig mit mit meinem bisherigen Lebenseinkommen rumgerechnet und festgestellt, dass ich seit über zehn Jahren meine Ruhe haben könnte, hätte ich diese Idee gleich zu Beginn meines Berufslebens kennengelernt und hätte es geschafft, sie umzusetzen.

Das ist ja jetzt schon ein wenig frustrierend 😂

Early Retirement

Bantry


Kurze Zeit später liefen fünf mutmaßliche Pakistani mit Pizzakartons in den Händen über den Steg, um das orange Boot zu betreten, und blickten uns an, als gehörten wir nicht hierher. Und damit hatten sie ja auch recht.

Bantry

(No) Daylight in your Film

Das ist ein Jobo 2400 Tageslichttank, in dem ich 135er Kleinbildfilme entwickeln kann, ohne in den Dunkelsack zu müssen. Das Ding funktioniert so verblüffend einfach, dass ich anfangs gedacht hatte, es funktioniere gar nicht.

Die Tanks werden nicht mehr hergestellt, so dass man gebrauchte suchen muss, die teilweise für weit und 100,- Euro gehandelt werden. Ich hatte allerdings Glück und habe einen für 50,- erwischt.

Wer weiß, dass er ausschließlich Kleinbild und jeweils nur einen Film entwickeln will (andere Filme und mehrere gehen nicht), ist auch für 80,- Euro noch gut bedient. Chemie für 50 Filme gibt’s bei Fotoimpex für 20,- Euro, so dass man auf ungefähr denselben Preis kommt, den man auch für ein Startset mit Dunkelsack bezahlen würde – und man spart sich viel Fummelei.

(No) Daylight in your Film

Mehr Fusch am Film

Die Clack gab’s für 8,99 inklusive Versand.


Das Film einlegen ist bei der Mühle ein wenig abenteuerlich, aber die Vorspannpappe ist ja lang genug.

Den belichteten Film habe ich ca. 12 Minuten lang in 1:50 Rodinal entwickelt – nachdem ich fast 20 Minuten gebraucht habe, das Ding im Dunkelsack sauber einzuspulen und panisch geworden bin, weil meine Hände immer feuchter wurden. Hat aber funktioniert.


(Blick von der Elsenbrücke)

Ich fürchte bloß , das Problem mit den Staubspratzern wird mich noch eine Zeit lang begleiten.

Mehr Fusch am Film

Alte Liebe

Ich habe dieses alte Mädchen seit mindestens 20 Jahren nicht benutzt – und glücklicherweise trotzdem aufbewahrt (weil sie mich an einen verstorbenen Freund erinnert).


Batterien rein. Der Belichtungsmesser meldet sich, immerhin die langen Zeiten klingen plausibel, jetzt kommt ein Film rein und dann kuck ich mal.

Dass ich ausgerechnet über eine Einwegkamera – immerhin eine Ilford XP2 – zurück zur Analogfotografie kommen würde, hätte ich auch nicht gedacht.

Alte Liebe

Fastfood für zuhause

In Berlin hat vor ein paar Monaten ein neues Restaurant eröffnet: Die SardinenBar. Neuartig daran, außer für Portugal-Reisende: Es gibt kaum etwas anderes als hochwertigen Dosenfisch, von dessen Existenz ich bisher praktisch nicht wusste. Die Bar ist assoziiert mit dem Feinkostladen Maitre Philippe, von dessen Existenz ich zwar wusste, dessen Sortiment mir aber unbekannt war, obwohl eine des Maitres Töchter zum Freundeskreis gehört (ja, es ist mir peinlich).


Die Dosen, die in der Bar serviert werden, werden im Laden verkauft und ich habe mir einen Stapel davon ins Regal gelegt, so dass ich immer was gutes zu essen im Haus habe. Eine Dose kostet zwischen vier und neun Euro, kauft man bei Philippe gleich ein ganzes Sortiment, kostet die Dose im Schnitt fünf. Bestellen geht auch.

Die besten, trockenen Nudeln, die ich kenne, kosten 4,50 das Pfund. Eine Dose Sardinen (es gibt auch Tunfisch und Bacalhau) reicht für ein Pfund Nudeln. Nudeln kochen, abgießen, zurück in den Topf, Sardinenbüchse auf, kompletten Inhalt in den Top kippen, umrühren, fertig. Eventuell noch etwas Zitrone dazu, um das Ganze etwas aufzufrischen. Ein außergewöhnliches und trotzdem schnelles, einfaches Essen in bester Qualität für zwei Personen (inklusive Nachschlag) kostet also einen knappen Zehner.

Und jetzt kommst Du, Mägges!

Fastfood für zuhause