Teilzeitmobbing

Ich kenne solche Geschichten bisher nur aus fernen Erzählungen und Artikeln, denn ich bin mit einem frauenfreundlichen Arbeitsumfeld gesegnet. Bilde ich mir zumindest ein – denn aus jenem Teil des Bekanntenkreis, von dem ich genau das auch angenommen hatte, kam mir am vergangenen Wochenende diese Geschichte sehr nahe:

Wohlbekannte, nordrhein-westfälische GmbH mit hohem Geschäftsführerverschleiß (vielleicht ist das ja schon ein Warnzeichen). Betriebsbedingte Kündigungen sind dort selten bis unbekannt. Projektmanagerin, seit einem Jahrzehnt im Unternehmen, wird mit 40 Mutter und arbeitet nach der Elternzeit nur noch gut 50%. Der Chef eröffnet ihr, dass sie in Zukunft nur noch als Projektmanagerin arbeiten kann, wenn sie zu mindestens 80% anwesend ist, ansosten halt Projektassistentin (notwendigerweise bei jemandem, der garantiert weniger kompetent ist als sie) oder irgendwas anderes werden muss. Irgendetwas weit unter ihrer Qualifikation halt.

Ich halte das nicht nur für das dümmste Zeug, das ich mir im Zusammenhang mit Projektmanagement vorstellen kann, denn ausgerechnet dort geht es ja schließlich um Ressourcenplanung, sondern auch und vor allem für Mobbing.

Teilzeitmobbing